Wing Chun – Entstehung von der Kunst des Kriegers

Wing Chun ist eine Kriegskunst und entstand ca.1650 nach dem Fall der Ming Dynastie (1644) aus dem früheren Stil Weng Chun. Dieser wurde von 5 Meistern aus unterschiedlichen Kampfstilen revolutioniert und auf seine Effektivität hin komplett neu überarbeitet. Was nun folgte, war ein Martyrium wie es allen Quanshustilen (Sammelbegriff für Stilarten des waffenlosen Faustkampfes) in dieser Zeit erging. Kampfkunstmeister waren im frühen China meist in Widerstands- bewegungen organisiert und auch hohe Mitglieder in Geheimgesellschaften, deshalb wurden sie von der Regierung verfolgt und auch des Öfteren getötet (wie zu Zeiten der Inquisition Anfang des 13. Jahrhunderts in Europa), nur das hier dieGeheimgesellschaften der Widerstandsbewegungen im Focus standen.

Dies führte dazu, dass die Wing Chun Meister ihr neu entwickeltes geniales Wissen nur im Geheimen und auch nur in kleinen Gruppe unterrichten konnten. Solch eine Unterrichtsmethode verlangte zu der damaligen Zeit keine Struktur, da der Schüler bei seinem Meister lebte, konnte er individuell und genauestens auf seine Auffassungsgabe zugeschnitten lernen. Als nun in den 80er Jahren Wing Chun nach Europa kam und einer großen Masse zugänglich wurde, entwickelten sich verschiedene Gruppierungen und unterschiedlichste Schreibweisen dieser Kampfkunst. Der sporadische Besuch diverser Großmeister in den nun neu entstandenen Verbänden, konnte mangels fehlender Struktur nicht verhindern, dass sich beim Unterrichten Fehler einschlichen, wodurch große Teile des zur Entstehungszeit noch vorhandenen Wissens verloren gingen.

Eine einst geniale Kampfkunst wurde einer großen Masse in verwässerter Form nahe gebracht und die Mythen und Legenden der verstorbenen Meister verhinderten, dass das Erlernte auf Herz und Nieren überprüft wurde. Nach einigen Jahren der Erfahrung und mit dem analytischen Verstand der Europäer wurden von den Praktizierenden Fehler und Lücken im vorhandenen Lehrstoff entdeckt und die Odyssee auf der Suche nach falsch interpretiertem Wissen begann. Es bedurfte erheblicher Fleißarbeit, um ein Kriegskunst-system welches ursprünglich für den Kampf zum Überleben gedacht war, zu reformieren. 30 Jahre Kampfkunst Erfahrung von Dai Sifu Martin Hofmann und die unermüdliche Geduld seiner Schüler bei der Erprobung der wiederentdeckten Grundlagen dieses Kampfstils trugen dazu bei, die Effektivität wieder an die Gesetzmäßigkeiten der Physik und der Realität anzupassen. Es entstand ein komplett überarbeitetes Wing Chun System: „Die Kunst des Kriegers“.

Wing Chun Mannheim

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