Wissenwerte Themen zum Thema Wing Chun Kung Fu:
Wing Chun trainieren auch Stewardessen der Hong Kong Airlines
Wir in den Wing Chun Akademien Mannheims (Pfingstberg und Stadtmitte) wissen schon lange, dass Wing Chun auch in anderen Berufssparten anwendbar ist. Die Stewardessen der Hong Kong Airlines haben in ihrer Grundausbildung Wing Chun Training. Das Personal bekommt zum einen eine Stärkung von Körper und Geist und kann somit bei großen Herausforderung den besten Service bieten. Laut Angaben der Zeitung „Sunday Morning Post“ gehören zu diesen Herausforderungen auch der Umgang mit aufmüpfigen oder betrunkenen Passagieren. Es gäbe wöchentlich etwa drei Vorfälle mit schwierigen Passagieren. Erst vor zwei Wochen habe eine Flugbegleiterin mit Hilfe ihrer Kampfkunstfähigkeiten einem übergewichtigen, betrunkenen Passagier unter die Arme greifen können. „Am Anfang waren wir überrascht, aber nach ein paar Stunden hat uns Wing Chun wirklich gefallen”, sagte die Berufsanfängerin Lumpy Tang, die nach eigenen Worten nie gedacht hätte, dass Kung Fu einmal zu ihrer Arbeit gehören würde. Wing-Chun-Trainerin Katherine Cheung sagte der Zeitung, die Kampfkunst funktioniere auch auf engem Raum und sei daher ideal für Flugpersonal. Quelle: Bildzeitung etc.
Dieses Video zeigt das Ganze auch.
Warum manche Techniken, so wie sie geübt werden, nicht funktionieren!
Kettenfauststöße
Es gibt Kettenfauststöße in der sinnvollen Anwendung nicht als Mehrzahl! “Lin Wan Kuen” ist eine Technik die aus drei Einzelfauststößen (“Tsong Kuen“, stoßenden Fäusten) besteht, sie wird deshalb auch alternativ, verbindende Fauststöße genannt.
Diese Technik findet sich am Ende der Siu Nim Tau, im 8. Satz. Begeht man nun den Fehler und trainiert diese Technik bis zum Exzess, um gar 7, 8 oder mehr Einzelfauststöße in der Sekunde auszuführen, beschreiben die Ellenbogen eine Radialbewegung ähnlich einer Nähmaschine.
Diese Bewegung wird von der physikalischen Größe „Zentrifugalkraft“ beeinflusst, welche mit zunehmender Geschwindigkeit ansteigt. Um die Richtung zum Zentrum stabil zu halten, muss die „Zentripetalkraft“ entgegen wirken, damit der Übende nicht das Gleichgewicht verliert. Wir stellen uns das Phänomen so vor, man halte mit den Händen eine Fahrradnabe an der Achse und drehe sie sehr schnell. Wenn diese nun an der Maximalgeschwindigkeit angekommen ist, versuchen wir die Nabe seitlich zu kippen – die Kraft die uns nun entgegenwirkt, ist die Zentripetalkraft. Es geht um den Fehler, machen wir mehr als einen Kettenfauststoß (Lin Wan Kuen), umso geringer ist unsere Schlagkraft und die Fähigkeit die Richtung zu ändern und desto mehr Kraft brauchen wir, um unser Gleichgewicht zu stabilisieren. Was die Einzeltechnik angeht gilt die Definition, da wir nicht schieben sondern stoßen (einen Nagel kann man auch nicht in ein Brett drücken). Impuls = Masse x Geschwindigkeit (P=m*v).
Fazit
Sehr schnell in Serie geschlagene Kettenfauststöße, haben keine Kraft und können einem sich bewegenden Gegner nur schwer folgen. Dazu kommt, dass man die Fauststöße durch Ableiten am Kraftursprung dem Ellenbogen leicht zur Seite drängen kann.
Sifu Martin Hofmann
Kampfsport ist von der Kampfkunst zu unterscheiden
Als Kampfkunst bezeichnet man jedes System, das Fertigkeiten und Techniken der körperlichen Auseinandersetzung mit einem Gegner formalisiert. Dabei kann es sich um Regelwerke oder Unterrichtssysteme handeln. Die Inhalte gehen dabei teilweise über das rein Praktische hinaus und umfassen dann weitere Aspekte wie Philosophie, Kultur, religiöse Elemente, Denkweise, Alltagsleben und Gesundheit. Kampfkunst ist vom Kampfsport zu unterschieden, bei dem es vor allem um den sportlichen Wettkampf geht.
Das Begriffselement Kampf kann je nach Tradition und Motiv jede der Bedeutungen annehmen, die mit dem Stammwort verbunden sind. Kunst ist hier, im Gegensatz zu ästhetischem Schaffen Kunst als Können beziehungsweise Fertigkeit zu verstehen. Daher erscheint der Begriff Kampfkunst als adäquate Übersetzung des lateinischen Begriffs „Ars Martialis“, „der Kunst des Mars“, dem römischen Kriegsgott (vgl. martialisch). Dieser Begriff findet sich in wenig abgewandelter Form in vielen Neusprachen, wie beispielsweise „Martial Arts“ (englisch), „Arts Martiaux“ (französisch), „Artes marciales“ (spanisch) oder „Arti Marziali“ (italienisch).
Quelle: Wikipedia
Ökonomie der Bewegung in der Kampfkunst Wing Chun
Unter Ökonomie der Bewegung versteht man das gleichzeitige Ausführen von Blöcken und Attacken. Ein Stil, der eine Bewegung für mehere Funktionen gleichzeitig benutzt, wird struktural immer schneller sein, als ein Stil, der erst blockt und dann kontert. Gleichzeitigkeit bedeutet nicht nur, dass man mit der einen Hand eine Sache (zum Beispiel abwehren) und mit der anderen Hand eine andere Sache macht. Dies passiert im Wing Chun ständig. Gleichzeitigkeit bedeutet vielmehr, dass Attacke und Angriff von einer Hand, in einer Bewegung ausgeführt werden. Darin ist die Ökonomie der Bewegung zu sehen. Wing Chun verteidigt primär die Zentrallinie, statt die Hände des Gegners zu jagen. Dadurch ist es möglich eine Attacke abzuwehren und gleichzeitig einen Angriff auf die Zentrallinie des Gegeners zu starten- zur gleichen Zeit, mit nur einem Arm.
Ip Man Film
ist ein chinesischer Martial-Arts-Film von Regisseur Wilson Yip aus dem Jahr 2008. Der Film basiert auf dem Leben des Kampfkünstlers und Großmeisters Yip Man (1893–1972), der die Kampfkunst Wing Chun unterrichtete und dessen bekanntester Schüler der Kampfkünstler und Filmemacher Bruce Lee war. Der Film konzentriert sich auf Ereignisse im Leben Yips in der Stadt Foshan während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Der Film ist jeden Wing Chun interessierten zu empfehlen. Hier kann man sich einen Trailer auf Youtube zum Ansehen.

